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Mrz 05 2013

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[Game] Tomb Raider – Erste Eindrücke

Seit Heute ist das neue Tomb Raider für PC auf Steam verfügbar. Ich habe soeben ein paar Minuten reingeschnuppert, um ein Gefühl fürs Spiel und fürs Gameplay zu bekommen.
Mein erster Eindruck? Macht Lust auf mehr!

Dragon's Island: Gestrandet, verwundet und von ihrem Team getrennt. (Eigener Screenshot. Zum Vergrössern anklicken)

Dragon’s Island: Gestrandet, verwundet und von ihrem Team getrennt.
(Eigener Screenshot. Zum Vergrössern Bild anklicken)



Ich kann mich nur noch schwach an die alten Tomb Raider-Games erinnern (und hatte mich nicht wirklich intensiv mit ihne beschäftigt), darum tu ich mich etwas schwer, Vergleiche anzustellen. Aber da das neue Tomb Raider ohnehin ein Prequel ist, lässt es sich auch als eigenständiges Spiel sehen. Insbesondere Lara hat eine Veränderung durchgemacht. Logisch, sie musste jünger sein. Aber wie schlechte Beispiele zeigen (Ich sag nur „Star Wars“), kann man mit der Verjüngung von Kultfiguren arg in die Kacke greifen. Eingefleischte Fans werden mir wohl an die Gurgel gehen deswegen, aber mich hat die alte kantige, melonenbusige Lara eh nie wirklich überzeugen können. Sie war viel zu abgeklärt, cool und war durch nichts ausser der Fassung zu bringen. Das weibliche Pendant von Rambo sozusagen. Die neue Lara ist sehr viel menschlicher. Sie hat Angst, wenn man durch einen niedrigen Stollen humpelt, atmet langsamer und schneller, friert, redet sich ständig Mut zu, schreit vor Überraschung und weint, als sie endlich jemand von ihrem Team wiederfindet. Und hab ich ihren britischen Akzent schon erwähnt? Sexy.
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Die ersten Schrecken sind überwunden. Höchste Zeit, dass sich Lara etwas aufwärmt
(Eigener Screenshot. Zum Vergrössern anklicken.)


Natürlich tut auch die Grafik ihren Beitrag, Lara menschlicher und ihre Umgebung realistischer darzustellen. Das sieht man an kleinen Details. Geht oder schwimmt man durch einen Wasserfall, ist die „Kameralinse“ kurz voller Wasser. Die Kameraführung ruckelt, wenn es schnell gehen muss. Besonders aber Laras Mimik ist beeindruckend. Beim Spielen schaut man zwar ständig auf ihren Rücken, aber sobald man einmal still steht und sich umschaut gerät ihr Gesicht in den Fokus. Sie zwinkert, ihre Augen bewegen sich hin und her, sie atmet langsamer und schneller. Grossartig.
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Erkennt man Angst in Laras Augen?
(Zwei eigene Screenshots. Aufgenommen innerhalb von Sekunden. Zum Vergrössern anklicken)


Jetzt hab ich viel zu Lara und den Details gesagt, aber was ist mit dem Gameplay?
Die Steuerung ist total intuitiv und einfach. Es ist das übliche Herumlaufen und Dinge aufheben und mit ihnen interagieren. Schon in den ersten paar Minuten wird das Spektrum aufgefächert, womit man es im Spiel zu tun bekommt. Rätsel, Rätsel auf Zeit, Quick Time Events und später dann Kämpfe mit wilden Tieren (oder Feinden). Also genau das, was ich vom Game erwartet habe.
Neu eingeführt (oder ich kann mich nicht mehr daran erinnern) ist ein Skillpunkte- und XP-System mit denen du Laras Fähigkeiten zielgerichtet weiterentwickeln kannst. Das ist auch nichts Neues, wenn ich an Action-Adventures der letzten Zeit zurückdenke, aber das Interface ist gut gelöst. Skillpunkte kann man nur an Lagerfeuern vergeben. Lagerfeuer sind gleichzeitig Speicherplätze. Und während du speicherst oder Laras Fähigkeiten verbesserst, siehst du sie neben dem Feuer sitzen und nachdenken.
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„Was tu ich wohl als Nächstes?“ Laras Skill-System am Lagerfeuer
(Eigener Screenshot. Zum Vergrössern anklicken)


Klar, das ist wiederum nur ein kleines Detail, aber nehme ich all die Details zusammen, entsteht ein rundes und sehr gut umgesetztes Spielerlebnis. Die sehr teils ängstliche und arg in Mitleidenschaft gezogene Lara weckt meinen Beschützerinstinkt. Ich komme mir vor wie ihr grosser Bruder, der auf sie achtgeben muss. Es würde mich interessieren, ob es einem weiblichen und/oder jüngeren Spieler ähnlich ergeht.

Long story short: Wenn du dir nicht sicher bist, ob du dir das neue Tomb Raider zulegen sollst, mein erster Eindruck übertrifft die Erwartungen. Mein Verdikt: Kaufen und Spielen!

~ Dani Vega
 

Über den Autor

Vega

Ich bin Vega, Admin und Redaktor von Spiegelwelten.ch, einem Blog für Videospiele und Bücher, für Geschichten, die unsere Welt abbilden.

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2 Kommentare

  1. Christina

    Nicht schlecht. Meine letzten Erinnerungen an Tomb Raider war irgend ein früher Teil auf der Playstation, der einfach sauschwer war. Milimeterarbeit, um auf die richtige Platform zu springen, ein Seil zu fassen oder die Kante der nächsten Ebene zu erreichen. Wenn ich hier aber die Ausrichtung auf Action-Adventure gelegt wird und gleichzeitig eine Lara Croft steuern darf, dann glaube ich, dass das ganz schön Spass machen kann. 😀
    Mal gucken, ob ich mir das kaufe.

    Schöne Grüße
    Christina

    1. Vega

      Hallo Christina,

      Danke für deinen Kommentar.
      Ich versteh dich sehr gut. Genau so hatte ich die alten Tomb Raider auch in Erinnerung.
      Das Gute ist, dass sich das Spiel immer noch nach Tomb Raider anfühlt, aber auf eine gute Art. Altbewährtes wurde erhalten und Neuerungen der Videospielwelt seit dem letzten Tomb Raider wurden eingeflochten.
      Und es wird eine spannende Geschichte mit menschlich wirkenden Figuren erzählt, allen voran eine sehr ausdruckstarke Lara Croft

      Rundum ein sehr tolles Spiel, das ich nur weiterempfehlen kann!

      Wenn du es dir zulegst, würde es mich interessieren, wie es dir gefällt!

      Gruss Dani

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